Stufen und Stände

Der VCP gliedert sich in Stufen. Diese sind in Altersspannen gegliedert, wobei der Übergang nicht „hart“ sondern fließend ist. In unserem Sippensystem bleibt die Gruppe die sich einmal gefunden hat, bis zu Ihrer Auflösung zusammen. Nur die Meute wird, nach der Wölflingszeit wenn diese zu groß ist, in kleinere Sippen geteilt.

In vielen VCP Stämmen, Regionen und vor allem in den Ländern sind die Traditionen höchst unterschiedlich aber das Grundgerüst bleibt das gleiche.

Eine Tradition die es auch in vielen bayerischen Stämmen gibt, ist die sogenannte „Ständearbeit“. Mit diesem wurde vor der Gründung des VCP´s in der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD) gearbeitet und wird nach der Wiedergründung der CPD durch Stämme die sich im VCP nicht vertreten gefühlt haben heute noch gearbeitet.

Einige Stämme nutzen die Ständearbeit als Ergänzung zu ihrer Meuten- und Sippenarbeit.

An dieser Stelle wollen wir auf all diese Traditionen kurz eingehen. Denn auch in der Region Mitte arbeiten noch ein paar Stämme mit der Ständearbeit. Wenn auch oft in abgewandelter weise.

 

Die Stufen des VCP:

 

Wölflingsstufe:

WölflingKinder im Alter von 7 bis 10 Jahren sind in der Wölflingsstufe des VCP organisiert. Diese Alterstufe arbeitet mit einer Spielidee. Im VCP Bayern steht das „Dschungelbuch“ von Rudyard Kippling im Mittelpunkt der Arbeit. Die Methode Spielidee wurde von Baden Powell für die Kinder gewählt, da diese Altersstufe im Spiel lernt, die Dinge zu verstehen und ein starkes Bedürfnis nach Abenteuer und Bewegung hat. So haben die Wölflinge ihre eigene Stufe mit eingenen Inhalten und sind keine „Minipfadfinder“ – ganz im Sinne unseres Gründers. Auch wir glauben, dass das Dschungelbuch eine Spielidee ist, die unseren Zielen gerecht wird und die 7 -10 jährigen begeistert und ihre Phantasie anregt. Der Meutenführer heißt „Akela“ und ist der Leitwolf. Die Wölflingsgruppe nennt man bei uns „Meute“.

Das Erkennungszeichen der Wölflinge ist ein Halstuch mit roten Rand.

 

Pfadfinderstufe (gegliedert in 2 Phasen):

Pfadfinder sein heißt Abenteuer erleben. Morgens noch nicht zu wissen wo abends das Zelt stehen soll. In der Sippe sind Mädchen und Jungen gemeinsam unterwegs. Pfadfinden heißt, Neues entdecken, in der Natur Zusammenhänge zu beobachten und zu begreifen.Die Pfadfinderstufe ist die zentrale Stufe in der Pfadfinderei. Hier treffen sich die 10-16 jährigen in Sippen unter der Führung ihres Sippenführers. Die Zeit in der Pfadfinderstufe ist lang, darum unterteilt sich diese Stufe im VCP in Abschnitte „Phasen“. Hier kann die Sippenführerin, der Sippenführer sein Programm dem Alter besser anpassen.

1. Die Jungpfadfinderphase [10 – 13 Jahre]

JungpfadfinderDie Erlebnis- und Erfahrungsebene der Jungpfadfinder ist die Sippe. Der Jungpfadfinder muß lernen sich in dieser kleinen, überschaubaren Gruppe zurechtzufinden.

Äußeres Zeichen ist das blaue Halstuch mit hellgrünem Rand. Manche Stämme haben für die Jungpfadfinderstufe gar kein Halstuch, weil sie in dieser Zeit auf ihr Pfadfinderhalstuch „Hinarbeiten“.

 

2. Die Pfadfinderphase [13 – 16 Jahre]

PfadfinderDie Erfahrungsebene wird auf den Stamm ausgedehnt. Nachdem die Mädchen und Jungen ungefähr zwei Jahre im Erlebnisbereich Sippe gelebt haben, wächst das Interesse neue Freunde zu finden und neue Erfahrungen zu machen. Der Stamm bedeutet auch die Möglichkeit der Übernahme neuer Aufgaben.

Äußeres Zeichen ist das blaue Halstuch mit dunkelgrünem Rand

 

Ranger und Rover [ab 16 Jahre]:

Ranger RoverAls Ranger und Rover beginnt man seine Arbeit auf die Region auszudehnen. Außerdem besuchen Ranger und Rover die Ausbildung LuF  (Leiten und Führen) des Landes Bayern und werden langsam aber sicher an neue Aufgaben herangeführt. Ranger und Rover haben keinen Sippenführer mehr sondern wählen aus ihrer Mitte heraus einen Sprecher, der ihre Anliegen in der Führerrunde des Stammes vertritt. Internationale Lager und Fahrten stehen nun auf dem Plan. Einige Ranger und Rover beginnen nun auch als Sippenführer und übernehmen Verantwortung für eigene Sippen.

Äußeres Zeichen ist das blaue Halstuch mit bordeaux rotem Rand.

Die Stände:

Die Stände sind in dieser Form im VCP nicht vorgesehen. Jedoch betreiben einige Stämme und auch einige Regionen die Ständearbeit nach wie vor. Auch in unserer Region gibt es ein paar Stämme zu deren Arbeitsformen die Ständearbeit gehört und die deswegen auch eine Heimat in der Region Mitte haben. Die Stände sind bei diesen eine Erweiterung zur Stufenarbeit.

 

Der Knappe:

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Der Knappenstand ist ein Relikt aus dem Vorgängerbund – der christlichen Pfadfinderschaft – in dem er früher ungefähr die jetzige Pfadfinderstufe repräsentierte. In einigen Stämmen dieser Region ist diese Tradition, wenn auch etwas abgewandelt, erhalten geblieben. Zum Ende der Sippenzeit und dem Beginn des Ranger-Rover-Daseins kann ein jeder Sippling darum bitten, als Knappe aufgenommen zu werden. In der Vorbereitung zur Knappenaufnahme zeigt der Pfadfinder, dass er sich in besonderem Maße mit unseren Inhalten, Werten und Traditionen beschäftigt hat und sich in außerordentlichem Maße für den Stamm und seine Sippen und Meuten einsetzt. Oftmals wird dem Knappen vom Stamm auch eine auf ihn zugeschnittene Knappenaufgabe gestellt. Die Knappenaufnahme ist freiwillig und eine bewußte Entscheidung seine Kräfte auch weiterhin für den Stamm einzusetzen. Nach der Aufnahme darf dann die Knappennadel auf der linken Brusttasche über dem VCP-Zeichen getragen werden

 

Der Späher:

SpähernadelDer Stand des Spähers folgte in der alten CP dem Knappenstand. Wo der Knappe verspricht seine Kräfte in Sippe und Stamm einzusetzen, verspricht der Späher dieselbigen in der Region und darüber hinaus einzusetzen. Späher sind Mitarbeiter über den eigenen Stamm hinaus, sie helfen in Ihrer Region mit wo immer sie können. Eine Aufnahme zum Späher ist genau wie andere Aufnahmen etwas schönes und unvergessliches. Auch die Spähernadel bekommt man nicht ganz „umsonst“: verschiedenes Wissen und Können ist genauso Voraussetzung wie die Bereitschaft und der Wille sich in seiner Region mit einzubringen. Späher können aufgenommene Pfadfinder aus der Region Mitte werden, die mindestens das 17. Lebensjahr vollendet haben und die Aufgaben, die ihm oder ihr von der Regionsführung gestellt wurden, erfüllt hat. Ein wichtiger Punkt ist die oben angesprochene Bereitschaft für die Region da zu sein. Diese Bereitschaft kann gehen von „Ich plane eine Regionsaktion“ bis hin zu… „Ich will in die Regionsleitung“ oder einfach „Ich helfe wo ich gebraucht werde und kümmere mich darum, das mein Stamm an den Regionsräten etc“ teilnimmt…… All das kann Spähertum sein.

Äußeres Zeichen der Späher ist die Spähernadel an der linken Brusttasche über dem VCP Zeichen.

Bei Fragen oder Interesse bezüglich der Späherarbeit, wende dich an deine Regionsführung.

 

Erwachsenenarbeit: (Aus der Landesordnung des VCP Bayern)

ErwachsendeDie Erwachsenenarbeit im Landesverband ist ein Angebot für alle, die nach der aktiven Gruppenarbeit in der Gemeinschaft des Verbandes tätig bleiben wollen. Sie ist damit die konsequente Fortsetzung dessen, was in den vorausgegangenen Altersstufen begonnen wurde. Das Leitbild ist das „Lebenspfadfindertum“. Viele der Erwachsenen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Ebenen und in allen Bereichen des Verbandes. Sie unterstützen Kinder und Jugendliche durch ihr Mitdenken, ihre Mitarbeit und ihr Vorbild.
Erwachsene Pfadfinderinnen und Pfadfinder gestalten die Gesellschaft aktiv mit. Sie fördern und unterstützen den demokratischen Prozess. Die Gemeinschaft gibt Hilfe zum Christ sein, zum Bejahen des eigenen Lebens und zum gemeinsamen Handeln. Die Erwachsenenarbeit ist ein eigenständiges und vielfältiges Arbeitsfeld im Landesverband. So finden sich erwachsene Mitglieder in Kreisen und Gemeinschaften zusammen.

Organisationsform und Inhalte der jeweiligen Gruppen können frei gewählt werden. Insbesondere gibt es:

  • Kreuzpfadfinder
  • Familienkreise
  • junge Erwachsene
  • Hochschulkreise
  • Älterenschaften
  • Älterengemeinschaften

Die Arbeit der Kreise und Gemeinschaften beruht auf dem Engagement und dem Verantwortungsbewusstsein
ihrer Mitglieder. Die einzelnen Gemeinschaften können für sich und ihre Arbeit Regeln erstellen und ihre Mitglieder
danach aufnehmen. Ein Versprechen muss in Einklang mit den Pfadfindergesetz stehen. Die Erwachsenen treffen sich auf der Landeserwachsenenversammlung und wählen dort ihre Delegierten zu den Gremien des Bundes- und Landesverbandes.